Schokolade

Spaß beim Training? - FEHLANZEIGE!

So, Bäm! Da hast du! Das ist die ungeschminkte und knallharte Realität!

Vor kurzem stöhnte einer meiner Klienten während eines schweißtreibenden Mobilisierungs-Programms „Oh Mann, das macht echt keinen Spaß!“. Ich erwiderte eiskalt „Natürlich macht das keinen Spaß!“.

Er sah mich etwas fragend und ungläubig an und ich wiederholte meine Worte, was seine Ungläubigkeit noch verstärkte. Es bedurfte also einer Erklärung meinerseits.

Vorab einmal Folgendes: ich bin selbst Sportler aus Leidenschaft, ich habe viele Jahre Leistungssport auf dem Buckel und schinde mich noch heute viele, viele Stunden in der Woche im Studio, auf dem Wasser und wo auch immer ich mich sonst so aufhalte. Im Prinzip ist mir jede Art der Bewegung recht, aber es muss sich etwas tun! Jeder, der mich beim Training beobachtet, oder dem ich erzähle, wie mein übliches Wochen-Pensum aussieht, nimmt automatisch an, dass mir das Spaß macht. Aber das tut es nicht (zumindest nicht immer)!

Als Trainer aus Leidenschaft und Überzeugung weiß ich, dass es nichts Besseres gibt, als sich regelmäßig zu bewegen, sich gesund zu ernähren und fit zu bleiben. Aber macht meinen Klienten oder mir deshalb Training zwingendermaßen Spaß? Nö, sicher nicht!

Seien Sie doch einmal ehrlich zu sich selbst, was von den Folgenden Dingen Ihnen mehr Spaß macht:

  • Ins Kino gehen mit Popcorn und Bier oder 60 Minuten Tabata-Training?
  • Grillen mit den Jungs oder ein Krafttraining, nach dem Sie sich nicht mal mehr selbst die Haare shampoonieren können?
  • In der Sonne am See liegen oder schwitzen auf dem Laufband?
  • 50 Euro für ein neues Kleid oder Schuhe auszugeben oder in die Mitgliedschaft im Fitness-Studio zu invertieren?

Sehen Sie, es gibt Dinge, die uns wirklich Spaß machen. Training gehört sicher für die allerwenigsten von uns dazu!

Vielleicht sollte ich aber an dieser Stelle noch kurz erklären, was Training für mich und meine Klienten heißt:

Sportliches Training ist ein zielgerichteter, planmäßiger und systematischer Prozess, der darauf abzielt, mit systematischen Wiederholungen von überschwelligen Belastungsreizen auf den Organismus einzuwirken.

Puuh… schwerer Tobak…! Aber worauf es beim Training schlussendlich ankommt, ist die Kontinuität und etwas, das außerhalb unserer Komfort- und Bequemlichkeits-Zone liegt. Und genau das bereitet uns gewisse Mühen, treibt uns den Schweiß auf die Stirn und bringt uns aus der Puste!

Aber warum sollten wir uns das dann antun? Eine berechtigte Frage, auf die ich als Trainer nur eine Antwort habe: weil es sich langfristig lohnt, weil es Ergebnisse bringt! Und die machen tatsächlich Spaß!

Überlegen Sie sich nun als nächstes, was Ihnen mehr Freude im Leben bereitet:

  • Die Treppe statt dem Lift zu nehmen, ohne aus der Puste zu kommen, oder bereits nach fünf Schritten nach einen Sauerstoffzelt zu verlangen?
  • Auch mit jedem Lebensjahr mehr auf der Uhr noch straff und beweglich zu sein oder sich vor jedem Bücken zu drücken, weil die Gelenke und das Kreuz schmerzen?
  • Von anderen für die Fitness und die gute Figur bewundert (und beneidet) zu werden oder sich im eigenen Körper unwohl zu fühlen und sich für jedes Speckröllchen in der Öffentlichkeit zu schämen?
  • Sich keine Gendanken über das Essen zu machen (weil Sie sich regelmäßig bewegen und Kalorien verbrennen) oder zwanghaft Kalorien zu zählen und auf alles zu verzichten, was dick machen könnte?
  • Endlich wieder in das Outfit zu passen, das vor fünf Jahren so gut gepasst hat oder sich wieder mal neu einkleiden zu müssen (diesmal aber wiederum eine Konfektionsgröße mehr als letztes Mal)?

Seien wir ehrlich, wir alle wissen, dass Bewegung und regelmäßiges Training wichtig und gut für uns sind. Muss es uns aber deshalb Spaß machen? Nein, muss es nicht!

Ich habe meinen Klienten also gefragt, was er denkt, weshalb ich selbst so viel und regelmäßig trainiere. Er überlegte kurz und sagte dann „Weil du fit und gesund bleiben willst?!“. Bäm! Das war die Antwort (die ihn zugegebenermaßen selbst etwas erstaunt hat)! Ich fragte zurück, ob er dieses Ziel etwa nicht verfolgt und er nickte zustimmend und meinte „Doch, natürlich!“. Somit waren wir uns einig, dass die positiven Ergebnisse das eigentliche Ziel des Trainings sind und nicht das Training selbst.

Verstehen Sie mich nicht falsch: ich sage nicht, dass Training keinen Spaß machen darf oder kann. Ich sage lediglich, dass es nicht zwingend Spaß machen muss! Mir geht es darum, den vermeintlich notwendigen Spaßfaktor aus dem Training herauszunehmen und sich auf die Ergebnisse zu konzentrieren!

Fragt Sie Ihr Zahnarzt vielleicht „Und, hat Ihnen das Zähneputzen heute Spaß gemacht?“. Sehen Sie, ganz schön absurd, was?! Und trotzdem putzen sie jeden Tag Ihre Zähne. Warum? Weil ein strahlend weißes Lächeln, gesunde Zähne ohne Schmerzen und guter Mundgeruch tatsächlich Spaß machen und das Leben bereichern.

Die Sache mit der Schokolade...

Natürlich kann eine gemeinsame Zumba-Stunde Spaß machen und erwiesenermaßen schüttet unser Körper beim Laufen sowie beim Krafttraining massenhaft Endorphine aus, die ein Glücksgefühl auslösen. Vor allem, wenn wir in freier Natur und Sonnenschein unterwegs sind. Aber nicht jeder kann (oder will) das immer und jederzeit bewerkstelligen und irgendwann wird’s auch wieder Winter und die übliche Alternative ist dann das Laufband im Studio…

Und wenn Sie jetzt sagen, Schokolade macht doch auch glücklich, weil Serotonin und so, dann muss ich Sie leider enttäuschen: zwar steckt ein Baustein des Glückshormons Serotonin im Kakao, der Glückseffekt durch diesen Stoff ist allerdings verschwindend gering, zu niedrig ist die Konzentration (vor allem in Vollmilchschokolade mit üblicherweise gerade mal 30 Prozent Kakaoanteil). Für das Glücksgefühl beim Schokolade essen gibt es neben dem Geschmackserlebnis noch andere Gründe, allen voran die ungeliebten Kalorien. Eine Tafel Schokolade deckt beim Durchschnittsmenschen gut ein Viertel des gesamten Energiebedarfs eines Tages. Die hohe Energiedichte aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn - wir fühlen uns gut.

Da wäre es doch viel pfiffiger (abgesehen davon, auf dunkle Schokolade mit einem viel höheren Kakao-Anteil umzusteigen), zuerst eine Runde Trainieren zu gehen und sich danach als Belohnung und ohne schlechtes Gewissen ein Stück Schokolade zu gönnen! Das macht dann wirklich Spaß!

Also hören Sie heute damit auf, immer und zwanghaft den Spaß am Training zu suchen! Beißen Sie sich durch und machen Sie Fortschritte - auch wenn das Training keinen Riesen-Spaß macht!

Wenn Sie Unterstützung benötigen, bin ich Ihr Mann! Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

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